Projekt eines Sterntalerpreisträgers gefährdet

sterntalerFünf Vereinen in Dresden, die sich für ein Miteinander von Menschen verschiedener Herkunft, Religion und Kultur einsetzen, drohen Einschränkungen oder sogar das Aus. In einem Offenen Brief machen sie auf die Folgen aufmerksam. Der Grund: Sie werden keine Fördermittel aus dem Programm "Integrative Maßnahmen" des Sächsischen Sozialministeriums erhalten - "trotz fachlicher Empfehlung durch das Sozialamt und Jugendamt der Stadt Dresden", wie sie schreiben.

 

Konkret betroffen davon ist u.a. auch der Omse e. V., der für seine Arbeit im Jahr 2020 den sächsischen Kinderschutzpreis erhielt. Der Verein organisiert im Quartier Dresden-Gorbitz zahlreiche Freizeit- und Begegnungsmöglichkeiten und berät Menschen mit Migrationsgeschichte in vielfältigen Fragen. Im neu beantragten Projekt sollten Kooperationen mit Schulen und Kitas intensiviert werden. Der Verein steht mit diesem Projekt auf der Warteliste des Förderprogramms „Integrative Maßnahmen“ und ist derzeit planungsunfähig.

 

Die Vereine schreiben im offenen Brief auch: sie wüssten aus Erfahrung, dass Integrationsprozesse nicht nach zwei oder drei Jahren abgeschlossen sind. "Nur wenn die Stadt Dresden und das Land Sachsen sich der Realität mit zeitgemäßen Konzepten und Angeboten stellen will, können wir unsere Zukunft produktiv gemeinsam gestalten." Sie haben eine e-petition gestartet, die hier zu finden ist.

 

Als Deutscher Kinderschutzbund Landesverband Sachsen fordern wir, diese wichtige Säule der Integrationsarbeit vor Ort und damit auch für sichere Orte ALLER Kindern nicht zu vernachlässigen.