Neue Schutzstrukturen bei häuslicher Gewalt im Landkreis Nordsachsen

logo SMJusDEGAnfang dieser Woche hat im Landkreis Nordsachsen eine Frauen- und Kinderschutzeinrichtung den Betrieb aufgenommen. Im Mai ist die Inbetriebnahme einer zweiten Wohnung im Landkreis geplant. Insgesamt stehen in Nordsachsen zeitnah für acht Frauen und ihre Kindern Schutzplätze zur Verfügung. Parallel dazu hat Anfang April eine Beratungsstelle für Opfer häuslicher Gewalt im Landkreis ihre Arbeit aufgenommen. Träger aller Einrichtungen ist der Kinderschutzbund Torgau e.V. Die Finanzierung erfolgt gemeinsam durch Landkreis und Freistaat.

 

Die Gleichstellungsministerin Katja Meier dankt den Verantwortlichen des Landkreises für die gemeinsame Erarbeitung eines tragfähigen Konzepts und ist "zuversichtlich, dass der Kinderschutzbund diese Einrichtungen gut führen und die regionalen Netzwerke zur Bekämpfung häuslicher Gewalt ausbauen wird." Wir teilen als Landesverband diese Einschätzung uneingeschränkt, gratulieren dem Torgauer Kinderschutzbund, wünschen eine erfolgreiche Arbeit und freuen uns, dass wir den Verband auf diesem Weg unterstützen durften.

 

Wissend, dass sehr häufig Kinder Gewalt in der Familie (mit)erleben, werden wir als Kinderschutzbund weiterhin aktiv daran mitwirken, dass die Istanbul-Konvention auch in Sachsen umgesetzt und der Ausbau des Beratungsnetzes sowie der Schutzeinrichtungen für Frauen, aber auch für Männer, weiter voran gebracht wird.

 

Zur gesamten Pressemitteilung des Sächsisches Staatsministerium der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung geht es hier entlang.